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Projekt Soziales Lernen in den Jahrgangsstufen 5 und 6

Zielsetzung:

Erwerb sozialer Kompetenz

Dazu gehören:

  • kognitive Fertigkeiten: (z.B. wahrnehmen, vorstellen, denken, erinnern, planen, Handlungensteuern, Perspektivenwechsel, Konsequenzen vorhersehen)
  • soziale Fertigkeiten: Selbstbezogene Fähigkeiten (z.B. Selbstsicherheit, Stärkung des Selbstwertgefühles, Erkennen und Äußern von Gefühlen), kommunikative Fertigkeiten
  • partnerbezogene Fertigkeiten: Hilfsbereitschaft, Kooperations- und Einfühlungsvermögen, Empathie, nach sozial-verträglichen Lösungen suchen, beruhigen, trösten, Rücksichtnahme, Anteilnahme, Toleranz, Bildung und Stärkung des Wir-Gefühles.

Als Auswirkungen mangelnder oder fehlender sozialer Kompetenz sind zu beobachten:

  • soziale Ängste wie Verunsicherung, fehlendes oder schwaches Selbstwertgefühl, wenig Frustrationstoleranz, depressive Verstimmungen, Isolation einzelner, Schulangst usw.
  • unangemessenes Ausleben von Aggressionen, erhöhte Gewaltbereitschaft
  • Störungen des Klassenklimas

 

Durchführung:

Rahmenbedingungen

Die Stunde zum "sozialen Lernen" findet teilweise im Klassenverband, überwiegend jedoch in zwei etwa gleich starken und geschlechtergemischten Gruppen statt, die von jeweils einer der Klassenlehrpersonen angeleitet wird. Die Fachkräfte für Schulsozialarbeit arbeiten im Wechsel in beiden Gruppen mit und leiten diese im Vertretungsfall, sodass das Programm kontinuierlich durchgeführt werden kann.

Jede Gruppe tagt in einem separaten Raum.

Feste Gruppenleitungen: Klassenlehrer/in, Co-Klassenlehrer/in, eine Fachkraft für Schulsozialarbeit

Verlaufsplanung

Den Einstieg bietet der in allen Klassen durchgeführte Workshop zur Gewaltprävention bzw. zum Umgang mit Streit und Konflikten im Rahmen der Wiluk-Tage vor den Herbstferien (Umfang: 3 Zeitstunden). Das auf 10 bis 12 Stunden festgelegte Programm beginnt direkt nach den Herbstferien.

Ritualisierter Stundenbeginn bzw. -abschluss

Strukturierter Stundenverlauf

Flexibles Handeln der Gruppenleiter/innen - Störungen Einzelner oder in der Gruppe haben immer Vorrang, können den Stundenverlauf maßgeblich verändern.

Stundeninhalte

Anschließende fortlaufende Schwerpunkte:

  • Vertieftes Kennenlernen
  • Kommunikation
  • Freundschaft
  • Stärken und Schwächen
  • Selbstwertgefühl
  • Klassengemeinschaft
  • Mobbing
     
Wir lernen die Menschen nicht kennen,
wenn sie zu uns kommen,
wir müssen zu ihnen gehen,
um zu erfahren, wie es mit ihnen steht.
(J. W. v. Goethe)
Die Klassenleitungen werden von den sozialpägagogischen Fachkräften auf das Programm vorbereitet und erhalten eine praxisorientierte Materialmappe sowie die Arbeitshefte zum Sozialen Lernen.

 

Literatur

  • „Arbeitshefte Soziales Lernen 1 und 2“, Cornelsen-Verlag
  • „Projekt Soziales Lernen“, Christina Großmann, Verlag an der Ruhr
  • „Soziale Kompetenz und Kreativität fördern“ Böttger / Reich, Cornelsen-Verlag
  • „Selbstvertrauen und soziale Kompetenz“, Terri Akin u.a., Verlag an der Ruhr
  • „Gefühle spielen immer mit“, Terri Akin u.a., Verlag an der Ruhr
  • „Miteinander klarkommen“, Dianne Schilling, Verlag an der Ruhr
  • „Klotzen, Mädchen“, Verlag an der Ruhr
  • „Müssen Jungen aggressiv sein?“, Verlag an der Ruhr

 


Das Programm zum Sozialen Lernen findet seit dem Jahr 2000 an unserer Schule statt und ist kontinuierlich evaluiert und weiterentwickelt worden.

Das vorliegende Programm in seiner aktuellen Form wird seit dem Schuljahr 2009/2010 durchgeführt.

März 2011, Christine Niephaus / Daniel Wiese