Gender-Mainstreaming-Konzept

Qualität von Schule muss sich auch an der Antwort auf die Frage messen lassen, was sie zur Förderung der Chancengleichheit der Geschlechter und zur Beseitigung von bestehenden geschlechtstypischen Nachteilen für Mädchen und Jungen, Frauen und Männer leistet (§ 2 Abs. 6 SchulG). Dies ergibt sich aus dem

§ 2 Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule

(4) … Schülerinnen und Schüler werden in der Regel gemeinsam unterrichtet und erzogen (Koedukation).

(6) … Sie achtet den Grundsatz der Gleichberechtigung der Geschlechter und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin. …

(Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen (Schulgesetz NRW – SchulG) vom 15. Februar 2005, zuletzt geändert durch Gesetz vom 21. April 2009)

 

10 gute Gründe für Gender Mainstreaming

 

  1. Die Gleichbehandlung der Geschlechter und das Recht auf gleiche Teilhabe in allen gesellschaftlichen Bereichen sind grundlegende Menschenrechte.
  2. Die gleiche Teilnahme und Teilhabe von Frauen und Männern in allen Bereichen der Gesellschaft bedeutet die volle Verwirklichung von Demokratie.
  3. Gleichstellung bedeutet in vielfacher Hinsicht für Frauen und Männer eine höhere Lebensqualität und mehr Entscheidungsfreiheit für die eigene Lebensgestaltung
  4. Gender Mainstreaming fördert gleichwertig und nachhaltig die Talente und Chancen unserer Kinder.
  5. Gender Mainstreaming fördert die Balance zwischen Beruf und Familie.
  6. Arbeit, Kreativität und Entscheidungsmacht von Frauen und Männern sind für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen unverzichtbar.
  7. Gender Mainstreaming ist eine nachhaltige Antwort auf die demographische Entwicklung
  8. Gender Mainstreaming verbessert das Image von Politik und Verwaltung.
  9. Der Abbau von Diskriminierung vermeidet Kosten, weil weniger nachträgliche Korrekturmaßnahmen nötig sind.
  10. Die gleiche Einbeziehung von Frauen und Männern in die Politik führt zu einer anderen, ausgewogeneren Politik und gesellschaftlichen Entwicklung.

Zu diesem Arbeitsfeld hat eine Gruppe von Kolleginnen/Sozialpädagoginnen und Kollegen/Sozialpädagogen

Das Gender-Mainstreaming-Konzept
der Wilhelm-Kraft-Gesamtschule

erarbeitet, das von Lehrerkonferenz und Schulkonferenz einstimmig angenommen wurde.

 

Das Konzept findet sich als Datei im Anhang.

 

Inhaltsverzeichnis                                                                                          

1.      Definition und Zielsetzung von Gender Mainstreaming                    

1.1   Was ist Gender Mainstreaming?                                                     

1.2   Wozu Gender Mainstreaming?                                                       

1.3   Gender Mainstreaming in der Schulpolitik (NRW)                                   

2.     Grundlagen des Gender Mainstreaming                                                   

2.1   Gesetzlicher Hintergrund und Zukunftsperspektiven                                 

2.2   Gesellschaftliche Entwicklung                                                                  

2.3   Wissenschaftliche Ansätze und Hintergründe                                           

3.     Handlungsfelder an unserer Schule                                                          

3.1   Lehren und Lernen unter Genderaspekten                                               

3.2   Schulkultur                                                                                             

3.3   Führung und Schulmanagement                                                             

3.4   Professionalität von Lehrkräften                                                            

3.5   Wirkung und Ergebnisse der Gender-Arbeit an der WKGE                  

4.     Praktische und organisatorische Umsetzung des Gender-Mainstreaming-Konzepts in den Schulalltag                                      

4.1   Auswahl und Prioritätensetzung der schulischen Handlungsfelder            

4.2   Prozesse/Abläufe, Verantwortlichkeiten/Zuständigkeiten/Beteiligte und Dokumentation/Auswertung                                                                   

5.     Fazit                                                                                           

Anhang

  • Projektliste                                                                                               
  • Projektdatenblatt (Muster)                                                                        
  • Statistische Daten WKGE                                                                         

 

Die praktische Umsetzung des Gender-Mainstreaming-Konzepts in den Schulalltag findet vornehmlich in schulischen Projekten statt.

 

Dazu ein Auszug aus der Projektliste der Gender-Gruppe:

Projekttitel

Neue Wege für Jungs + Girls-day

Gender-Coaches (inklusive):

  • Basis-Info an KL und neue Kl. 5 zum Gender-Thema
  • Elternabend zum Gender-Thema

Gender-Optimierung der Lebensplanung (Jg. 8) + Elternabend zum Thema

Jungen + Kindergarten

Seminare: Väter+Söhne; Mütter+Töchter

Klettern

Selbst“behauptung“ für Mädchen

Fußball-AG (5./6.Jg.) + Gender-Sport

Weiterbildung der Gender-Gruppe

Selbst“bewusstsein“ für Jungen

Liberation Theatre: „Wie sehe ich die Jungs? Wie sehe ich die Mädchen?“

Bildung von geschlechtsspezifischen Schulsportteams

Baby-Sitter (für Jungen)

Kontakt mit Partnerschulen (Turniere, Wettbewerbe etc.)

Gewaltbereitschaft/Menschenrechte/Multi-Kulti-Nazis

 

Fazit und Auftrag für die WKGE

Gender Mainstreaming ist eine gesetzlich festgelegte Kernaufgabe von Schule und gilt als Querschnittsaufgabe in der Schul- und Unterrichtsentwicklung. Sie geht alle Beteiligten im Schulleben an und ist daher auch von allen zu tragen, zu leben, zu unterstützen und weiter zu entwickeln.

 

Juni 2010                       Die Gender-Gruppe WKGE

Schulprogramm: 
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