In der Presse: Neuer Weg der Berufsorientierung

Sprockhövel.  Nach dem Motto, „es ist nie zu früh“, werden zwei Klassen der Jahrgangsstufe 7 der Wilhelm-Kraft-Gesamtschule“ noch vor Beginn der Sommerferien mit einem Berufsorientierungsprogramm beginnen. Nach der Versetzung in die 8. Klasse, geht es dann nach den Sommerferien richtig los. Bevor die Mädchen und Jungen die Arbeitswelt in allen erdenkbaren Branchen kennenlernen, nehmen sie an einer „Potenzialanalyse“ teil.

Nach dem Motto, „es ist nie zu früh“, werden zwei Klassen der Jahrgangsstufe 7 der Wilhelm-Kraft-Gesamtschule“ noch vor Beginn der Sommerferien mit einem Berufsorientierungsprogramm beginnen. Nach der Versetzung in die 8. Klasse, geht es dann nach den Sommerferien richtig los. Bevor die Mädchen und Jungen die Arbeitswelt in allen erdenkbaren Branchen kennenlernen, nehmen sie an einer „Potenzialanalyse“ teil.

„Wir wollen erfahren, was die Jugendlichen können, was ihre Stärken sind, nicht ihre Schwächen“, erläutert der Didaktische Leiter der Schule, Günter Ruschkowski. Im Rahmen dieser Analyse werden jeweils Gruppen von fünf Schülerinnen und Schülern von zwei ausgebildeten Fachkräften der Arbeiterwohlfahrt des EN-Kreises auf Fähigkeiten und Fertigkeiten, die in vielen Berufsfeldern wichtig sind, getestet.

Es geht um die Basiskompetenzen

„Es handelt sich dabei um berufliche Basiskompetenzen wie Routine und Tempo, genaues Arbeiten und Sorgfältigkeit. Dies ist in jedem Beruf von größter Wichtigkeit, unterstreicht Schulleiter Christoph Uessem.

Die dokumentierten Ergebnisse werden im Kreis von Schülern, Eltern und Lehrern intensiv diskutiert. Hier kann die in der Schule etablierte Berufsberatung der Arbeitsagentur zielgenau ansetzen, auch individuelle übergangsorientierte Förderung ist geplant. Allein dieses Verfahren dauert zwei Tage pro Klasse, die Auswertung einen weiteren Tag, schätzt Ruschkowski.

Über den EN-Kreis werden zusätzlich für alle Schüler zehn Werkstatttage organisiert. So können berufliche Grunderfahrungen gesammelt werden, bevor in der Jahrgangsstufe 9 ein dreiwöchiges Praktikum folgt. In Gruppengrößen von bis zu 15 Schülern werden Interessierte an die realen Tätigkeiten herangeführt. Auch hier erhalten alle eine direkte Rückkopplung über die Stärken in Leistung und Verhalten. Es werden beispielsweise Werkstücke hergestellt, alle erhalten ein Zertifikat über Tätigkeiten.

Christoph Uessem: „Wenn die Jugendlichen nach der Analyse und den Werkstatttagen erste Berufskontakte erfahren haben, kann die Schule mit ihren weiteren differenzierten Berufsinformationsangeboten ansetzen.“ An der EN-Gesamtschule werden zum Beispiel Berufsinformationsbörsen, Bewerbungstraining und Infoabende durchgeführt. Die Schule bietet allen Schülern die Gelegenheit, sich Spezialwissen verschiedener Berufsfelder anzueignen.

Quelle: DerWesten.de: EN-GESAMTSCHULE - Neuer Weg der Berufsorientierung, 26.06.2013 | 18:22 Uhr